MYSTERIEN WERDEGANG UND PFADE
 
 
Fragmente Eleusinischer Traditionen in der Familiengeschichte der Vukovich
 
 












 
 
 
Aus archäologischen Funden und überlieferten historischen Texten konnten die geheimen Abläufe der Eleusinischen Mysterien rekonstruiert werden.




Im Mythos von Demeter, der Göttin des Lebens, des Ackerbaus und der Fruchtbarkeit manifestiert sich ihre Wiedergeburt symbolisch für die Wiedergeburt allen Lebens auf Erden.
König Keleos war laut Homer einer der ursprünglichen Demeter-Priester und einer der ersten, der in die Riten eingeweiht wurde. Im Kult selbst war es Triptolemos, der das Wissen um die Landwirtschaft ja direkt von Demeter erhalten hatte. Er gab dieses an das ganze Volk weiter.
Die Initiations- und Weiheriten waren vor allem bei der Oberschicht der Griechen und der Römer und vor allem bei ihrem Königs- und Kaiserstand selbst besonders beliebt. Der letzte Kaiser, der eingeweiht wurde, war um 360 Julian.




364 ließ Kaiser Valentinian die Zeremonien verbieten. 395 zerstörte Alarich den Tempel, die Initiationshalle und die Gärten in Eleusis. Die letzten legitimen Hierophanten  weihten dennoch in kleinstem Kreise weiter Nachfolger. Ihre zu erwerbenden schamanischen, meditativen und deprivatorischen Ekstasetechniken, welche bei den Weihen teletai jenes göttliche Entsetzen auslösten bildeten die Grundlage für ihren jahrtausende anhaltenden Ruf. Ein Ritus welcher in mystischer Selbstentgrenzung gestattete aus der eigenen Identität herauszutreten in einen Zustand des enthusiasmos.
Ceres (altgriech. histor. Sprechweise: kerräs; Cerya, Cerje, Cer) bildete die römische Equivalenz zur griechischen Göttin Demeter, deren mytische Bedeutung innerhalb der Antike über 2000 Jahre mündlich weitergereicht wurde - als eleusinische Praxis nur durch kulttragende Herrscherfamilien. Carya, die griechische Göttin der Walnuß, verwendete den Walnußbaum als heiligen Orakelbaum. Die Lakonier bauten ihr einen Tempel zu Caryae, wo sie als Artemis Caryatis verehrt wurde. Durch Cato wissen wir, daß Ceres zu den privaten Numina Gottheiten der Bauernhöfe zählte und dies hielt sich fragmentarisch in südosteuropäischen Familien mit historisch bedeutendem Hintergrund bis zum 19. Jh.









Mein Urgroßvater Demeter V. Vukovich,+ 1926, trug als männlicher altkroatischer Grundherr in Ungarn den weiblichen 3500 Jahre alten Göttinennamen Demeter, er pflanzte in unserem Anwesen mehrere Dutzend Walnußbäume, nur Walnußbäume und besaß ein Waldstück im benachbarten Cerje-Wald in Kleinwarasdorf, von dem niemand mehr weiß, wo der Name sich herleitet. Der riesige Keres-tur Wald (Deutschkreuzer Wald) grenzt ebenso an unser Land. Hier bin ich 40 Jahre später hineingeboren. Gleichsam in noch still rauschende Haine des damaligen Burgenlandes.
In diesem Zusammenhang gelang es mir familienkultureigene agrikulturelle Archetypen aufzuspüren, welche ich für meine eigenste analytisch hierophane Werksauffassung nicht erlernen mußte, nur aufbereite. 



Über die Gnade

Sämtliche Weltreligionen thematisieren die Gnade der Selbsterkenntnis. "Reue, Traurigkeit im Geiste, Nachdenken, die Anwesenheit Gottes, Prüfung des Gewissens, Scham vor der eigenen Unwürdigkeit, die Ehrfurcht, die peinlich genaue Einhaltung der Gesetze, Vertrauen in Gott, Vereinigung, Bitte um Gnade und ihre Erhaltung", soviel frei entnommen aus "Sufis und Heilige im Maghreb", von Autor Uwe Topper. Aus dem Nachdenken über die Ursachen bildet sich erst die handelnde Einsicht. Diesen stufenweisen Weg zu gehen habe ich mich auch entschlossen. Hier positioniere ich mich religionshistorisch in das späte 3. Jahrhundert nach Christus in die Zeit der Wüstenväter und danach. Ihre kompromisslosen und puren Dialogsqualitäten mit den spirituellen Traditionen vor Ort und das Lernen in den kargen Rahmenbedingungen der Wüsten bildeten die Grundlage für eine langewährende geistliche Hochkultur. Heute noch fließt dort in langen Ketten von Herzenswissentransfers eine durch einzelne Achsen der Jahrhunderte aufbereitete geistige Essenz als Tradition, welche in westlichen Kulturkreisen kaum bekannt ist, jedoch bis zum Mittelalter vor allem den europäischen Herrschern und geistigen Größen bekannt war. Ihre Wertschätzung für die humanistischen Leistungen des Morgenlandes stellte sich damals in einem beeindruckenden Austausch und Wissenstransfers in allen Bereichen dar. Hier knüpfe ich an.