1994
Engl. morphic Field, ursprünglich auch als morphogenetisches Feld bezeichnet, ist ein hypothetisches Feld, das als formbildende Verursachung für die Entwicklung von Strukturen sowohl in der Biologie, Physik, Chemie bis in die Bereiche der Sozialwissenschaften verantwortlich ist. (Rupert Sheldrake)









 
Meine Herangehensweise an die Zeichnung per se war in dieser Schaffenzeit bestimmt von der völligen geistigen Verinnerlichung und der Reduktion meiner Stilmittel. Analog zu den Grundlagen der vergangenen Moderne, bestimmt vom revolutionären Anspruch des Kasimir Malevitch und der Bauhauskünstler, mußte auch ich meine zukünftige ikonographische Wurzel festlegen, vor allem auch in Ausrichtung auf mein bevorstehendes zeichnerisches Werk. Ich ging zwar formal in den Reduktionen auf Quadrat, Kreis und Dreieck auf eine Analogie mit ihnen ein, grenzte mich aber mit meiner Ausführung durch eine gänzlich andere geistige und inhaltliche Herangehensweise bestimmt von allen Vorbildern der Moderne vollkommen ab. Entstanden sind zeichnerische icons welche in ihrem Potenzial Ansätze für eine Weiterleitung der Moderne und Postmoderne in etwas Neues und Besseres beinhalten. Gerne nehme ich als Vorbild den Magier Marsilio Ficino + 1499 in Careggi bei Florenz, welcher für die Etablierung des Humanistischen Weltbildes wegweisend war und die geistigen Grundlagen für die Frühe Neuzeit schuf und damit die Renaissance lange vor ihrer Zeit erfand. Ich erfasse analog die wissenschaftlichen Ansprüche der neuen Physik, der Quantenmechanik und bringe sie nach der mir eigenen Art dem Prinzip der coincidentia oppositorum in Bezug zur alteuropäischen Hermetik und zum Erlösungsanspruch. Was raus kommt katapultiert die Zeit nach vorne. Hinter meinen simplen Werken steht nunmehr ebenso wie zum Zeitpunkt der Oktoberrevolution in Russland ein neuer Beginn. Eine Zeitauffassung die das jetzige vollkommen hinter sich läßt.



..." die besten Zeichnungen eines Gegenwartskünstlers, die ich je gesehen habe." 
       AProf.Mag.Phil.Dr.Phil. Martin Zeiller, Wien 1995















Meine frühe künstlerische Arbeit nimmt hier bereits eine Verbindung einer physischen Realität in Bezug zu einer metaphysischen Stellung als Utopie ein. Konsequenterweise finden sich in meiner Kosmogonie deutlich entlehnte und für mich und die Situation entsprechende Elemente auch aus der früharabischen und europäischen Alchemie. Die morphogenetischen Felder sind von Anfang an nichts anderes als neue kontemporäre magische Kosmogramme, denen der jeweilige Gottbegriff wieder erwachsen kann und damit sein sozialer, körperlicher und seelischer Heilsaspekt.