Milan Vukovich
material  METAMORPHOSIS
Gründung des MAK-PVC Labs   1997


Konzeption und Leitung  an der Universität für angewandte Kunst Wien,  Klassensemesterarbeit, Langzeitprojekt 
Ausstellungshappening
MAK Museum für angewandte Kunst Galerie und Säulenhalle









für die Studenten der Prof. Ron Arad Meisterklasse Industrial Design 
PVC Reformarbeit, Image- und Ressourcenstrategie
Exkursion PVC Werke Burghausen Deutschland
Projektleitung im Auftrag der Werbeagentur Die Hager - Mauthner Markhof
Kooperation Greenpeace
Dialog Fachhochschulen
Vortragsreihe Designtechnologie und Ethik an der Universität
Betreuung der einzelnen Studenten im Werksprozess
Ausstellung Ergebnisse im Museum für angewandte Kunst Wien MAK
Jury  


material metamorphosis          pvc crossovers+morphing--industrial aesthetics research



..."ich habe an der Universität den damals neuen Ansatz der Synergiebildung unter dem Aspekt der Wirtschaftsethik mit sämtlichen Beteiligten der Schule, der Industriepartner, mit der Werbeagentur und den Medien als Projektqualität stringent umsetzen können.




 

Ganz entscheidend bei der Projektausrichtung war die Einbringung einer metaphysischen ganzheitlichen Komponente innerhalb des werksbedingten, kritischen, pragmatischen und auch wissenschaftlichen Zutrittes zum Thema. Die von mir eingebrachten Ansätze der Bezugsherstellung der modernen Chemie zu ihrer historischen Wurzel der Alchemie wurde von den Studenten begeistert angenommen.

Bei der Ausstellungseröffnung im MAK Wien thematisierte ich in meinem Vortrag diese Interdisziplinarität als pädagogisch kulturellen Neuansatz vor geladenen 1500 Besuchern."







Das Projekt versteht sich als Instrument zum Überdenken von "sustainable developments" innerhalb der globalen Industriegesellschaften. Die gegenwärtige Nachhaltigkeitspolitik, die versucht ökologische Korrekturen mit den geringstmöglichen Änderungen an den bestehenden Machtstrukturen zu erreichen, wird einer wirkungsvolleren Strategie unterworfen. 

Der Designer nimmt direkten Einfluss auf die Industrie, mit dem Bewußtsein einer angestrebten Hochkultur, die Verantwortung übernimmt in ethischer und jeglicher anderen Hinsicht. Den Ursprung bildet  eine umfassende künstlerische Konzeption, dessen Intention die Durchlässigkeit zwischen den divergenten Arbeitsbereichen anstrebt, um Industrie mit Werbung, Werbung mit Kunst, Kunst mit Design und Design mit Ethik katalysatorisch zu verbinden.




Folgende Personen haben den Diskurs im Laufe des Projektes bereichert:

Prof. Ron Arad, Architekt und Designer, Leiter der Meisterklasse f Produktgestaltung,  Dr. Thomas Belazzi, PVC Experte, Greenpeace,  Mag. Tulga Bayerle, Assistentin a d Lehrkanzel f Geschichte u Theorie d Designs,  Arch Thomas Ikrath, Architekt, Mitglied der Öko-Designgruppe O2,  Sytsze Kalisvaart, Mag. Mathias Pfeffer, Designer, Assistent an d Mkl f Produktgestaltung d Univ f angew Kunst,    
Dr. O. Prof. Christian Reder, Leiter der Lehrkanzel für Kunst und Wissenstransfer Univ f angewandte Kunst,  Dr. Helga Roder, Chemikerin API-PVC und Umweltberatung,  DI Erwin Schadhauser, Vinnolit Kunststoff GmbH,  DI P. Michael Schultes, Kunst.Stoff.Folie, Mag. Christine Schwaiger, Designer, Lehrbeauftragte a d Mkl f Produktgestaltung, Robert Stadler, Designer, Lehrbeauftragter a d Mkl f Produktgestaltung, Dejan Sudjic, Leiter der Lehrkanzel f Geschichte u Theorie d Designs,  John Thackara, Dir d Netherlands Design Institutes, Milan Vukovich, Konzeptkünstler, Reiner Zettl, Ass a d Mkl f Architektur, Mag. Stefan Zinell, Designer Ass a d Mkl f Industriedesign, Österreichisches Kunststoffinstitut, Dr. Ursula Krinzinger, Galeristin














...metamorphosis to be continued...


 
Ich danke Dir Pilar Goess. Du hast das Projekt initiiert. Nach Dir konnte niemand mehr Deinen Stil erreichen. Dort wo Du warst ist die Luft dünn geworden.

Ich danke allen Beteiligten für das riesige engagement. Hier wurde innerhalb eines Jahres durch hunderte Menschen etwas in Gang gesetzt, was es vorher nicht gab. Ganz plötzlich manifestierte sich eine Universität, die eigentlich ein pädagogisches Unterfangen ist mit ihren Potentialen als wirksames development-Portal und als neuer revolutionärer Wirtschaftsstandort.
Enttäuschend war der Umgang der Universitätsleitung mit dem Projekt. Sowohl medial als auch schulintern wurde das Projekt nicht gefördert und bis heute nicht ausreichend dokumentiert. An der Schule besteht bis heute ein seit damals von einigen wenigen Studenten eigenmächtig fortgesetzter Kurs mit dem Ziel auf transdisziplinärer Ebene Design-researches zu betreiben, als auch diese Ergebnisse wirtschaftlich als ihre eigenen themenübergreifenden Erfindungen zu positionieren. Hier muß noch einmal angeknüft werden. Es ist schade um das Potential. Die während der Ausstellung rauchenden, durch Feuer geschmolzenen giftigen Polyvinylchlorid-Block-environments hatten Kultstatus.

Ansonsten ist die gegenwärtige Designszene in Österreich richtig gleichgeschaltet langweilig.








Signatur große Säulenhalle MAK:  Milan Vukovich   Material Metamorphosis